Vorwort zum Semesterprogramm WS 26/27
Liebe Seniorinnen und Senioren!
Wie bedrohlich begann das Jahr 2026 für uns: alte Kriege, die nicht enden wollen, neue mit unberechenbarem Ausgang. Und obwohl das Jahr gut zur Hälfte geschafft ist, scheint sich die Weltlage immer noch nicht beruhigt zu haben. Das macht uns Sorgen, unser persönliches Programm auszubauen, denn immer nagt die bange Frage: „Werden wir das noch durchziehen können?“
Aber wir wollen uns nicht die Hoffnung nehmen, und so starten wir wie immer voller Zuversicht in das Wintersemester.
Leider noch ohne unsere Kleine Kneipe. Sonja Lehmann möchte die Räume für viele Nutzungsmöglichkeiten ausgestalten – und das grundsätzlich für die Zukunft. Denn die Kleine Kneipe soll ein dauerhaftes Kreativ-Zentrum für die Alfelder Bevölkerung werden, und wir arbeiten vorerst gedanklich daran, wie wir sie mit Leben füllen können. Es fällt uns schwer zu warten, aber der Altbau erfordert eben eine besondere Sorgfalt in der Vorbereitung und Ausführung aller handwerklichen Arbeiten. Fassen wir uns in Geduld.
Unabhängig von diesen Räumlichkeiten bleiben uns die, welche wir bereits nutzen: die der Schulrat-Habermalz-Schule für Vorträge und die Fahrradwerkstatt, die Gemeinderäume der Katholischen Kirche für Seminare, die der Evangelischen Kirche für die Spracharbeit in der Flüchtlingshilfe, das Gymnasium für den Töpferkurs. Dazu bieten uns das Kuba und das Familienzentrum Herberge und Beratung an. Wir danken allen für ihre Hilfe und die selbstverständliche Zusammenarbeit.
Danken möchte ich auch allen aktiven Mitarbeitern, die unser Programm ausgestalten und immer wieder mit neuen Inhalten füllen. So bleiben wir lebendig und offen für eine stete Entwicklung der Senioren-Akademie, und damit auch für uns selbst. Wir können frei entscheiden, was uns wichtig ist, und wie wir gemeinsame Unternehmungen planen und durchführen.
Es ist immer eine Gelegenheit für erfüllte Stunden, für Gespräche und ein Kennenlernen von neuen Teilnehmern. Denn wir möchten natürlich, dass unsere Senioren-Akademie eine Zukunft hat, und das geht nicht ohne neue Zugänge, die unsere Angebote nutzen und durch ihr Interesse unsere Organisation tragen helfen. Macht also mit und gebt eure Erfahrungen weiter!
Die beste Reklame für ein aktives Leben bis ins hohe Alter sind Brunhilde Heinrich und Hans Kästner, die beide jahrzehntelang in unserer Senioren-Akademie gewirkt haben und noch wirken. Es ist eben so: Uns geistig aktiv zu halten und immer noch neugierig zu sein auf das was von jedem bewirkt werden kann, ist Voraussetzung für ein gesundes Altersleben. Und wer möchte das nicht?
In diesem Sinn grüße ich alle herzlich und freue mich auf ein lebendiges neues Semester.

